
Leistung 04
Trockeneis
reinigen
Trockeneisstrahlen reinigt trocken, berührungsarm und ohne Strahlmittel: CO₂-Pellets mit −78 °C lassen Fett, Ruß, Lack und Farbe verspröden und absprengen. Zurück bleibt nur der gelöste Schmutz – das Trockeneis verschwindet als Gas.
Was wir übernehmen
- Maschinen, Anlagen und Produktionslinien
- Formen und Werkzeuge ohne Demontage
- Ruß- und Brandschadensanierung
- Holzbalken, Fachwerk und Denkmalflächen
- Fett, Öl, Trennmittel und Klebstoffreste
- Lack- und Farbschichten auf Metall
- Kein Strahlmittel, kein Abwasser, kein Trocknen
So funktioniert es
Reinigen mit −78 °C
Beim Trockeneisstrahlen – dem Verfahren, das der deutsche Hersteller White Lion maßgeblich geprägt hat – treffen drei Effekte zusammen: Kälte, Aufprallenergie und Sublimation. Genau deshalb verursacht es im Vergleich zu anderen Strahlverfahren nur minimale Nebeneffekte und beschädigt die Oberfläche des gereinigten Materials nicht.
Trockeneis-Pellets statt Strahlmittel
Gepresste CO₂-Pellets (ca. −78 °C) werden mit Druckluft auf die Fläche geschossen. Es kommt kein Sand, kein Glasgranulat und kein Wasser zum Einsatz.
Thermoschock löst die Schicht
Der extreme Temperaturunterschied lässt Lack, Fett, Ruß oder Farbe schlagartig verspröden und vom Untergrund abplatzen.
Sublimation statt Rückstand
Das Pellet geht beim Auftreffen direkt in Gasform über und vergrößert sein Volumen stark – dadurch wird die gelöste Schicht abgesprengt.
Nur loser Schmutz bleibt
Zurück bleibt ausschließlich der abgelöste Schmutz. Kein verbrauchtes Strahlgut, kein Abwasser, keine Trocknungszeit.

Typische Einsätze
- Produktionsanlagen und Maschinen im laufenden Betrieb
- Formen und Werkzeuge in der Kunststoff- und Gummiverarbeitung
- Elektromotoren, Schaltschränke und Steuerungen (trockenes Verfahren)
- Brandschaden- und Rußsanierung, auch auf Holzbalken
- Fett, Öl, Trennmittel und Klebereste
- Denkmal- und Holzflächen, bei denen Strahlmittel tabu wäre
Trockeneis, Hochdruck oder Laser?
Hochdruck ist die erste Wahl auf großen Außenflächen. Der Laser punktet bei millimetergenauem Abtrag auf Metall und Stein. Trockeneis liegt dazwischen: trocken, nicht abrasiv und ideal für Technik, Formen und rußgeschädigte Innenräume – wir empfehlen nach Untergrund, nicht nach Gerät.
Mediathek
Trockeneisstrahlen im Einsatz
Aufnahmen von unseren Einsätzen – Fotos, Videos von der Baustelle und die Technik, mit der wir arbeiten.

Alufelge am Fahrzeug
Bremsstaub und Flugrost lösen sich trocken – Lack und Klarlack bleiben unberührt.

Spritzgussform
Trennmittelreste weg, Konturen und Politur bleiben unverändert.

Brandschaden, Holzbalken
Ruß wird abgesprengt, die Holzfaser wird nicht aufgerissen.

Maschinenteil, Halle
Öl und Verkrustung lösen sich trocken – kein Wasser in der Anlage.

Pellets im Detail
Scharfe Kante zwischen Schicht und freigelegtem Untergrund.
Vorgehen
- 01
Objekt bewerten
Wir prüfen Material, Schichtdicke und Umgebung und legen fest, welche Bereiche abgedeckt oder abgesaugt werden müssen.
- 02
Parameter einstellen
Pelletgröße, Strahldruck und Düse werden an einer Probefläche abgestimmt – so viel Energie wie nötig, so wenig wie möglich.
- 03
Strahlen
Die Pellets treffen auf die Fläche, versprödern die Schicht und sprengen sie durch Sublimation ab. Belüftung und CO₂-Überwachung laufen mit.
- 04
Aufnehmen und prüfen
Der gelöste Schmutz wird abgesaugt oder aufgekehrt, die Fläche ist sofort trocken und kann direkt weiterverarbeitet werden.
Häufige Fragen
- Wird die Oberfläche beschädigt?
- Nein. Das Verfahren ist nicht abrasiv: Es trägt kein Material ab, sondern löst nur die aufliegende Schicht. Deshalb ist es auch für Formen, Holz und Denkmalflächen freigegeben.
- Muss die Anlage abgeschaltet werden?
- Oft nicht. Weil trocken und ohne Wasser gearbeitet wird, lassen sich viele Maschinen und elektrische Komponenten im eingebauten Zustand reinigen.
- Was bleibt zurück?
- Nur der gelöste Schmutz. Das Trockeneis sublimiert vollständig zu CO₂-Gas, es entsteht kein verbrauchtes Strahlgut und kein Abwasser.
- Ist das CO₂ ein Problem?
- Verwendet wird bereits vorhandenes CO₂ aus Industrieprozessen. Wichtig ist ausreichende Belüftung – bei engen Räumen setzen wir Absaugung und Messtechnik ein.